Am Mittwoch, 29. Januar 2025, jährte sich der Tag der ersten Demo des überparteilichen Netzwerks ‚Niederkassel für Demokratie, Menschenrechte und Vielfalt – gegen Rassismus, Extremismus und Hass‘. Anlass waren die Recherchen von Correctiv, die zeigten, dass die AfD es ernst meint mit den Plänen, ihr unliebsame Personen zu deportieren. Aus diesem Grund hatte das Netzwerk zu einer Mahnwache am Mittwoch, 29.1.25, 18.30 Uhr, auf dem Rathausplatz Niederkassel eingeladen.
Ada Hoppe, Mitglied im Kernteam des Netzwerks und im AK gegen die extreme Rechte begrüßte die Teilmnehmer:innen und wies auf die aktuellen Entwicklungen hin: Anti-Migrationsrhetorik, Positionen der AfD werden normalisiert, Stärkung der Machtposition der AfD, Zunahme der gewaltfördernden Sprache und der Lügen in der öffentlichen Debatte. Sie beendete ihren Beitrag mit Zuversicht: „Und genau dafür stehen wir heute hier, um daran zu erinnern, dass wir, die, die für eine Demokratie stehen, mehr sind. Dass wir, die, die ohne Hass und Hetze leben wollen, eine Mehrheit sind. Und dass wir eine Mehrheit bleiben wollen. Dass niemand von uns alleine kämpft sondern wir als Gemeinschaft, egal welches Geschlecht, welche Herkunft, welchen Job und welche politische Gesinnung ein gemeinsames Ziel haben und das ist der Kampf für die Demokratie und gegen den Faschismus.“

Es folgten ein musikalischer Beitrag von Ijaz Ali aus Bonn und ein offenes Mikrofon für insbesondere Jugendliche und Erstwähler. Diese, aber auch ein paar ältere Stimmen machten davon Gebrauch um ihre zornigen, wütenden oder auch zuversichtlichen Gedanken zu teilen.
Der Rathausplatz war nicht dicht, aber gut gefüllt. Viele Teilnehmer:innen waren dem Aufruf gefolgt und hatten selbstgemalte Plakate, Kerzen und Lichterketten mitgebracht. Viele Jugendliche, Pfadfinder, Schüler:innen waren gekommen. Auch Teilnehmer:innen aus anderen Städten. Eine Mutter mit ihren Töchtern sagte: „Es war mir ein Bedürfnis, mit meinen Töchtern hier teilzunehmen.“ Eine andere Mutter aus Bonn mit kleineren Kindern: „Hierhin haben wir uns gerne getraut, weil nicht so ein Gedränge wie in den großen Städten ist.“

Das Netzwerk nutzte die Gelegenheit, um zu informieren, Flyer mit dem Selnstverständnis zu verteilen, auf die nächsten Termine hinzuweisen und Holztäfelchen mit der gebrannten Inschrift „Würde unantastbar“ und einer Krone als Symbol zu verteilen.
Bericht am 29.1.25 von Quentin Bröhl im Kölner Stadt Anzeiger
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